Gebäude-Energiegesetz (GEG) -> Bedeutung für Dächer
Die frühere Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde zum 1. November 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst. Das GEG bündelt die energetischen Anforderungen an Gebäude und regelt unter anderem, welchen Wärmeschutz Dächer, Außenwände und andere Bauteile erreichen müssen.
Für das Dachdeckerhandwerk ist das besonders relevant, denn über ein schlecht gedämmtes Dach kann viel Heizenergie verloren gehen. Wird ein Dach saniert, neu eingedeckt oder energetisch modernisiert, müssen deshalb je nach Umfang der Arbeiten auch die Anforderungen des GEG berücksichtigt werden.
Was bedeutet das konkret fürs Dach?
Bei bestehenden Gebäuden schreibt das GEG unter bestimmten Voraussetzungen vor, dass die oberste Geschossdecke oder alternativ das darüberliegende Dach ausreichend gedämmt sein muss. Für die oberste Geschossdecke nennt das Gesetz grundsätzlich einen maximalen Wärmedurchgangskoeffizienten – den sogenannten U-Wert – von 0,24 W/(m²·K).
Auch bei einer Dachsanierung kann das GEG greifen: Werden Außenbauteile wie Dachflächen erneuert oder ersetzt, müssen die betroffenen Flächen bestimmte energetische Anforderungen erfüllen. Eine wichtige Ausnahme gilt bei kleineren Reparaturen: Werden nicht mehr als zehn Prozent der jeweiligen Bauteilfläche verändert, greifen diese Anforderungen grundsätzlich nicht.
Dachdecker sorgen deshalb längst nicht nur für ein dichtes Dach
Moderne Dacharbeiten verbinden Wetterschutz, Wärmeschutz und Energieeffizienz. Je nach Gebäude und Sanierungsziel kommen beispielsweise infrage:
- Zwischensparrendämmung
- Untersparrendämmung
- Aufsparrendämmung
- Dämmung der obersten Geschossdecke
- energetische Erneuerung von Dachflächen und Dachfenstern
- Vorbereitung und Montage von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen
Gerade bei einer ohnehin geplanten Neueindeckung bietet es sich an, den energetischen Zustand des Daches gleich mit zu prüfen. Denn eine gute Dämmung reduziert Wärmeverluste im Winter, schützt im Sommer besser vor Hitze und kann dauerhaft den Energiebedarf des Gebäudes senken.
Das GEG betrifft dabei nicht nur Heizungsanlagen. Es legt ausdrücklich auch Energiestandards für Dächer, Fenster und gedämmte Außenwände fest. Maßnahmen zur Dämmung des Daches können zudem im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude förderfähig sein.
Für Hauseigentümer bedeutet das: Wer sein Dach sanieren möchte, sollte nicht nur über Dachziegel, Abdichtung oder Optik sprechen. Die energetischen Anforderungen gehören von Anfang an mit auf den Tisch.
Ein Dachdecker-Fachbetrieb kann beurteilen, welche Arbeiten erforderlich sind und wie sich Dachsanierung, Dämmung und gegebenenfalls Solartechnik sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Sie haben dazu Fragen? -> Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.









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